Die Möhne verbindet die Gemeinden Niederbergheim, Allagen, Mülheim/ Sichtigvor, Waldhausen und Belecke (von links nach rechts)
Fachwerk im Eingangsbereich fertiggestellt
Förderverein St. Clemens unterstützt Sanierung der Kreuzkapelle in Belecke

01.06.2018

Fachwerk im Eingangsbereich fertiggestellt

Für die vorbeifahrenden LKW- und Autofahrer ist es gut zu erkennen, an der Kreuzkapelle wurde in den letzten Tagen fleißig gearbeitet. Mitarbeiter der Firma Wilhelm Risse aus Meschede waren damit beschäftigt das Fachwerk über der Eingangstür der Kapelle auszutauschen. 

Foto: Michael Sprenger




Dieses Fachwerk hat die letzten 117 Jahre gut überstanden. Nun ist es an der Zeit es teilweise zu erneuern. Nach den Vorgaben der Denkmalschutzbehörden wird es genauso wieder hergestellt, wie es zwei Zimmermänner im Jahr 1901 errichtet hatten. Ein Hinweis dazu konnte bei den Rückbauarbeitern an einem der Balken gefunden werden. Genaue Zeichnungen für die Arbeiten erstellte Architekt Johannes Ulrich Blecke, er führt auch die Bauaufsicht. Bei der Konstruktion des Fachwerkes achtete Blecke sehr genau darauf, dass Regenwasser an jeder Stelle problemlos abliessen kann, damit es nicht zu Folgeschäden kommt. Heinrich Janzen und Johann Mauter, beides erfahrene Zimmerleute, hatten in der Zimmerei das neue Fachwerk mit allen Balken, Brettern, Leisten, Verstärkungshölzer und Verzierungen passgenau angefertigt. „Doch an einigen Stellen mussten wir noch mit der Säge oder dem Stecheisen nacharbeiten, aber es passt schon“, freute sich Janzen. 

Foto: Michael Sprenger



Ausschließlich Eichenholz hatten die Zimmerleute verwendet, dass der Inhaber der Firma schon abgelagert kauft und dann wird es noch über mehrere Jahre in der Zimmerei eingelagert. Alles ideale Vorraussetzungen für den Einbau an die Kreuzkapelle. Rechts und links des Eingangsbereichs waren die Pfosten an wenigen Stellen im Aussenbereich in die Jahre gekommen. Ein kompletter Austausch war nach Aussage von Architekt Blecke nicht notwendig gewesen, zumal es die Kosten nur unnötig in die Höhe getrieben hätte. Hier entfernten die Handwerker den vorderen Teil der Pfosten und ersetzten es passgenau durch neue Eichenbalken. 


Nachdem die Erdarbeiten im hinteren Bereich der Kreuzkapelle schon im Januar 2018 abgeschlossen wurden und das neu errichtete Fachwerk jetzt errichtet ist, werden die Arbeiten am Mauerwerk der Kapelle beginnen. Dadurch, dass Regen- und Grundwasser in die Aussenwand gezogen ist, wird hier der Putz im Innen-Aussenbereich erneuert, natürlich mit historischem Material. Die Organisatoren gehen davon aus, dass die Arbeiten im August abgeschlossen sein werden. Einen Teil der Kosten übernimmt das erzbischöfliche Generalvikariat, aber die Gemeinde muss noch 25000 Euro aufbringen. Daher bittet die Kirchengemeinde um Spenden:

Volksbank Hellweg      IBAN DE12 4146 0116 0040 1111 02

Sparkasse Lippstadt    IBAN DE04 4165 0001 1801 0018 82


Michael Sprenger




25.05.2018

Förderverein St. Clemens unterstützt Sanierung der Kreuzkapelle in Belecke


Foto: Michael Sprenger



Der kleine Speicher an Stütings-Mühle ist unter Denkmalschutzbedingungen fertiggestellt und beim Sturmtag seiner Bestimmung übergeben. Mit der nächsten Baustelle unter ähnlichen Bedingungen haben die Handwerker schon im Januar begonnen. Die Kreuzkapelle an den Bundesstraßen 55 und 516 ist in einem sehr schlechten Bauzustand. Feuchtigkeit ist in das Gemäuer der um 1724 gebauten Kapelle eingezogen. 

Die Fundamente wurden bereits freigelegt und ein Rundgang mit Drainage läßt das Wasser nun abfliessen. Das Gefache über dem Eingangsbereich ist schon abgebaut und wird von Zimmermeister und Restaurator Wilhelm Risse aus Meschede-Bonacker neu errichtet. Wenn die Außenarbeiten abgeschlossen sind, beginnen die Handwerker im Innenraum. Der Innenputz wird teilweise erneuert und die Wände neu gestrichen. Alles nach den Vorgaben der Denkmalschutzbehörden. „Wir haben uns Mitte August 2018 als Ziel der Fertigstellung gesetzt“, so Norbert Cruse vom Kirchenvorstand der St. Pankratius-Gemeinde. Später wird vor der Kreuzkapelle noch eine Infotafel aufgestellt. 

Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 60.000 Euro und das erzbischöfliche Generalvikariat beteilige sich mit einem Zuschuss von 25.000 Euro, der Rest sei von der Kirchengemeinde aufzubringen, so Cruse. Die Belecker mit Pastor Gudermann, Cruse und Friederizi freuten sich über einen mitgebrachten Scheck in Höhe von 2000 Euro vom Förderverein St. Klemens e.V. „Dieses Geld können wir sehr gut gebrauchen“, freute sich Cruse und bedankte sich recht herzlich bei den Spendern. Schon im Vorfeld sind zweckgebundene Spenden in Höhe von 7000 Euro eingegangen und die Gemeinde hat Spendenkonten eingerichtet (siehe unten).

Mit Architekt Johannes Ulrich Blecke unternahmen Domvikar Dr. Rainer Hohmann, von 2014 bis 2016 Rektor des Clementinums Paderborn und Geschäftsführer und Liquidator Clemens-Hofbauer-Hilfswerk für Priesterspätberufe e.V.  und Ulrich Schulz vom Förderverein St. Klemens e.V., einen Rundgang um die Kapelle. Sie liessen sich den Fortgang der Arbeiten erklären. Dabei erinnerte Schulz an den Beginn des Klemensheims in Belecke. Hier legten angehende Theologiestudenten in den Jahren 1922 bis 1934 ihr Abitur ab und feierten in der kleinen Kapelle ihren Gottesdienst. Doch für 180 Schüler war die Kapelle einfach viel zu klein. 1934 kam es zu einem Vorfall durch ein kleines Theaterstück, dass einer der Lehrer mit den Schülern vorgetragen hatte. Sie karikierten den „Führer“ und die Nationalsozialisten hatten kein Vertrauen in den Orden. Der Lehrer wurde der Schule verwiesen und die Schüler konnten weiterhin ihr Abitur ablegen, ab jetzt nicht mehr in Belecke, sondern in einem größeren Gebäude in Bad Driburg. Erst später übernahm Fritz Borghoff das Anwesen, er füllte mit seinen Söhnen das „Belecker Wasser“ ab und verkaufte es.

Volksbank Hellweg      IBAN DE12 4146 0116 0040 1111 02

Sparkasse Lippstadt    IBAN DE04 4165 0001 1801 0018 82


Michael Sprenger

 



17.01.2018

Renovierungsarbeiten an der Kreuzkapelle beginnen

 Schon seit einigen Tagen wird an der Kreuzkapelle in unmittelbarer Nähe der Bundesstraßen 55 und 516 gearbeitet. Zunächst wurden von einem Unternehmen im Auftrag von Straßen-NRW mit schwerem Gerät Büsche und Bäume geschnitten oder ganz beseitigt. Übergangslos arbeitet seit Mittwoch dort Garten- und Landschaftsbauer Matthias Friederizi im Auftrag der Kirchengemeinde St. Pankratius Belecke an der Kreuzkapelle und legt die Fundamente frei.

Foto: Michael Sprenger



Diese Arbeiten sind dringend notwendig, da nach der Verlegung der Bundesstraße 516 vor einigen Jahrzehnten, das Erdreich an der Nordseite ohne Schutzmassnahmen nur angeschüttet wurde. Deshalb konnte Regen- und Grundwasser ungehindert ins Fundament und Mauerwerk eindringen. Mit immensen Folgeschäden am Putz- und Mauerwerk. Nun haben die Verantwortlichen der Kirchengemeinde, die Eigentümer der Kapelle ist, zusammen mit Architekt Hans-Ulrich Blecke einen Plan zur Renovierung der Kreuzkapelle erarbeitet. Nachdem der gesamte Bereich um die Kapelle freigelegt und abgetrocknet ist, werden von Fachunternehmen der Außenputz neu aufgebracht. Und damit auch in Zukunft das Mauerwerk keine Feuchtigkeit aufnehmen kann, wird mit L-Steinen die Böschung abgestützt und ein kleiner Gang um die Kapelle errichtet.

Foto: Michael Sprenger



Die Kreuzkapelle in einer Innenansicht. Deutlich sind in der Kapelle hinter dem Altar die Spuren der durchnässten Außenwand zu sehen
Foto: Michael Sprenger

Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind werden im Innenbereich der kleinen Kapelle alle notwendige Putz- und Malerarbeiten durchgeführt. Gleichzeitig wird das Fachwerk im Eingangsbereich komplett erneuert. Wenn es nach den Vorstellungen der Verantwortlichen geht werden die Arbeiten im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Die Kapelle, die man früher auch Siechenkapelle nannte, hat eine sehr lange Geschichte. Erstmals wurde sie bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwähnt und nachdem sie verfallen war, an dieser Stelle um 1724 neu errichtet. Menschen die an schwersten Krankheiten litten, zog es in diese Kapelle und sie badeten in der nahen Heilquelle, dem heutigen Kaiser-Heinrich-Bad um Linderung zu erlangen. Sie beteten in der Kapelle vor dem Kreuz mit der Reliquie vom Kreuz Jesu. Unzählige Menschen aus der nahen und weiten Umgebung pilgerten über Jahrhunderte zu diesem Kreuz, dem man Wunder zuschrieb. Bis vor einigen Jahrzehnten noch, hingen viele Krücken an den Wänden der Kapelle, sie zeugten von der Heilung der Kranken.

Im siebenjährige Krieg von 1756 bis 1763, man denkt dabei vor allem an Friedrich dem Großen, den Alten Fritz. In unserer Gegend kam es nicht zu großen Schlachten, aber die Städte und Dörfer mussten trotzdem leiden. Die Bevölkerung versorgte die Soldaten mit Nahrung und gab ihnen Geld. Die Kreuzkapelle, sie lag strategisch günstig an der alten Koblenz-Mindener Chaussee diente in dieser Zeit als Pulvermagazin.


Bis vor einigen Jahren führte die Bundesstraße 516 nördlich an der Kapelle vorbei.
Foto: Archiv Michael Sprenger



In der Zeit von 1922 bis 1932 gab es in Belecke ein Gymnasium im alten Gasthof „Ulrich“ in direkter Nachbarschaft der Kreuzkapelle, eine Privatschule für „Spätberufene“. Kaplan Bernhard Zimmermann aus Allagen hatte den Wunsch eine Schule für junge Männer zu gründen, die Abitur machen wollten um dann Theologie zu studieren. Sie nutzten die Kreuzkapelle täglich für ihre Messen. Später verlegte man die Ausbildung von Belecke nach Bad Driburg.


Direkt neben dem ehemaligen Klemensheim ist rechts die Kreuzkapelle zu sehen, hier feierten die Theologiestudenten in den 1920er Jahren ihre Messen mit Kaplan Bernhard Zimmermann.
Foto: Archiv Michael Sprenger
 
 
Nach dem Krieg stieg die Einwohnerzahl in Belecke durch Flüchtlinge und Vertriebene stark an. Dadurch nahm auch die Zahl der evangelischen Gläubigen zu und in der Kreuzkapelle feierten sie ihre ersten Gottesdienste, 1953 bauten sie ihre Christuskirche am Hesenberg.


Michael Sprenger

 


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