Die Möhne verbindet die Gemeinden Niederbergheim, Allagen, Mülheim/ Sichtigvor, Waldhausen und Belecke (von links nach rechts)
PV: Pfarrheime / Belegungspläne
Pfarrzentrum St. Pankratius Belecke (Jugendheim)

Eingang zum Pfarrzentrum
Pfarrzentrum St. Pankratius Belecke, Wilkestr. 38
 


Das Pfarrzentrum in Belecke befindet sich in der Wilkestr. 38.

Die Räumlichkeiten (vielen auch als "Jugendheim" bekannt) können im Pfarrbüro St. Pankratius,
Fon 02902.77030, angemietet werden.

Belegungsplan Räume oben

Stand Januar 2019

 

 


 

hier finden die Treffen der Pfadfinder und der ToT statt
Pfarrzentrum St. Pankratius Belecke, Jugendräume

Im Untergeschoss befinden sich die Jugendräume, die u. a. von der DPSG und dem PANK38 (ToT) für ihre Gruppenstunden genutzt werden.


Belegungsplan Räume unten
(regelmäßige Termine)


Stand: Januar 2019


 

 


50 Jahre Jugendheim Belecke

Als am 7. Juni 2002 mit den Aktiven der ersten Stunde des Tages der Grundsteinlegung des Jugendheims vor 50 Jahren gedacht wurde, dann ist das sicher zunächst Rückblick und Erinnerung, Anerkennung und Bewunderung für ein Werk, das heute noch seine Bedeutung hat.

In der Urkunde die in den Grundstein mit eingemauert wurde, heißt es:
„Die Urkunde soll den Nachkommen zeigen, wie zu einer Zeit des Hasses, in der die Welt und unser Vaterland in zwei Lager aufgeteilt sind, die Belecker Jugend ein Werk der Gemeinschaft und Eintracht schafft.“
Auslöser für den Bau des Jugendheims war der Mangel an Räumlichkeiten für die aktive Jugendarbeit. Die Laienspielschar der Kolpingfamilie brauchte dringend einen Saal mit Bühne, denn der bis dahin zur Verfügung gestellte Raum in der Schützenhalle wurde an ein Kinounternehmen vermietet. Für einen gestifteten Billard-Tisch zur Unterhaltung der Jugend gab es keinen geeigneten Raum. Auch für Glaubensstunden, die regelmäßig angeboten wurden, ebenso für gesellschaftliche Seminare sowie für die Probenarbeiten des Kolpingorchesters gab es keine geeigneten Räumlichkeiten. Die Jugend der 50er Jahre suchte Orientierung und Lebensinhalt.
Für Vikar Klöcker, den Präses der Kolpingfamilie war dies eine große Herausforderung. Schon bald erkannt er, wie notwendig die Schaffung geeigneter Versammlungsräume für die Jugend war, da das Gruppenleben infolge des Fehlens solcher Räumlichkeiten fast brach lag.

Schrittweise entwickelt sich der Plan zum Bau des Jugendheims. In den wöchentlichen Versammlungen der Kolpingfamilie wurde viel über diese Pläne beraten und diskutiert. Zunächst wurde beschlossen, den alten Pfarrsaal zu erweitern und die Tenne in der Vikarie zu überbauen. Doch das zeigte sich als undurchführbar und hätte auch den damaligen Erfordernissen nicht genügt. Das dieser Bau so dasteht, wie wir ihn heute noch kennen, verdanken wir vor allem dem Mut, aber auch dem unermüdlichen Arbeitseinsatz von Vikar Klöcker.

Mitgetragen und tatkräftig unterstützt wurde diese Initiative besonders von der Kolpingfamilie. Ebenso hat die gesamte Pfarrgemeinde dieses Bauvorhaben gefördert. Durch hochherzige Spenden der Bevölkerung, der Stadt und der Erzdiözese Paderborn wurde die finanzielle Seite des Projektes gesichert.
Viele Belecker, darunter besonders die Jugend (über 100 sind namentlich erfasst, 40 davon bereits verstorben) haben bereitwillig aber auch nach immerwährenden und oft verzweifelten Aufrufen von Vikar Klöcker mit Hand angelegt. Es ist zu bedenken, dass zur Zeit des Baues hauptsächlich Handarbeit abgesagt war, denn technische Hilfsmittel waren kaum vorhanden, so wurde mit Hacke, Schüppe und Schubkarre gearbeitet, Kran oder Aufzug waren nicht vorhanden, stattdessen musste der Vogel geschultert werden. Für den Sockel wurden die Steine in den Steinbrüchen in der Bormecke ebenfalls von Hand gebrochen. Der gesamte Bauschutt und Abraum musste von Hand auf Ackerwagen aufgeladen und an passender Stelle wieder abgeladen werden. Sämtliche Baumaterialien, z.B. Zement, Backsteine, Dachpfannen usw. mussten von Hand transportiert werden.
Der Werdegang dieses Baues ist in den Protokollbüchern der Kolpingfamilie und in einigen handschriftlichen Aufzeichnungen, so u. a. von Heinrich Klauke festgehalten worden und kann an anderer Stelle nachgelesen werden.
Unermüdlich war Vikar Klöcker im Einsatz. Er kooperierte in alle Richtungen. Ihm oblagen die Finanzierung und die Bauleitung. Manche Gelder hat er locker gemacht, doch vieles musste durch Eigenleistung erarbeitet werden. Der Bau war immerhin ein 100.000 DM Projekt, für die damalige Zeit eine stolze Summe.

Die lokale Presse schrieb zur Grundsteinlegung am 31. August 1952:
„Die Urkunde, die bei der Grundsteinlegung mit christlichern Zeitschriften und Zeitungen eingekapselt wurde, soll späteren Zeiten davon Kunde geben, dass die Belecker Jugend in einer zerrissenen und ungläubigen Welt, zusammengehalten durch das Band christlichen Glaubens, ein Werk der Eintracht und Gemeinschaft vollbracht hat. Pfarrer Kleinsorge, der die Grundsteinlegung symbolisch vornahm, sprach den Wunsch aus, dass das neue Heim der Jugend eine wahre Heimstatt sei, und das es in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus den jungen Menschen die Ideale christlicher Lebensform vermitteln möchte. Die Jugend möge diese Ideen in die Welt hinaus tragen und damit zeigen, dass Gott lebt“.

Mögen diese Worte für unsere Zeit neu mit Leben gefüllt werden. Dann können durch dieses Werk auch heute und morgen noch Zeichen gesetzt werden.

Hans Heiß


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