Die Möhne verbindet die Gemeinden Niederbergheim, Allagen, Mülheim/ Sichtigvor, Waldhausen und Belecke (von links nach rechts)
"Faszination Alphorn" aus direkter Nachbarschaft
Sonderausstellung in der Schatzkammer Propstei Belecke

 




Hubert Hense aus Altenmellrich und Norbert Großewinkelmann aus Lippstadt eröffnen Ausstellung


Das Leben von Hubert Hense dreht sich um Alphörner. Das war am Sonntag wohl für niemanden in der Schatzkammer Propstei in Belecke zu übersehen, der die teils über sieben Meter langen Exemplare an den Wänden des Museums begutachtete. Spätestens aber dann gab es keinen Zweifel mehr, als sich der Alphornbauer mit einem Unternehmen in Anröchte-Altenmellrich nicht einmal von einem der Hitze geschuldeten Schwächeanfall abhalten ließ, die Ausstellung seiner Werke so abzuwickeln, wie geplant. Im Schatten der Bäume des Propstei-Gartens gaben die Haarstrangalphornisten, die Waliboer Alphornbläser und die Waldfrevel zur Einstimmung auf die Ausstellung einige musikalische Kostproben, als Hense plötzlich zur Seite wegkippte – versicherte aber bald darauf zur Erleichterung aller, es gehe ihm gut. Glück für die Gäste: Nicht nur über seine mehr als 30-jährige Erfahrung in der Verarbeitung von Holz konnte Hubert Hense ihnen berichten. Mit Norbert Großewinkelmann aus Lippstadt hat er sich einen Freund und Mit-Aussteller an seine Seite geholt, der die Ausstellung mit seinen Werken komplettiert. "Er wollte nicht, dass für seine Instrumente Bäume gefällt werden müssen. Und hat deshalb aus Ästen einer Weide ein 3,60 langes Naturhorn geschaffen", nennt Joseph Friederizi vom Anno-Museumskreis eines der besonderen Exemplare der Ausstellung – kein Alphorn, aber ein "Lippe-Horn", hat es Großewinkelmann nach seiner Heimat benannt.

Und: Mit dem gebürtigen Schweizer Reto Stadlmann hatte Hubert Hense noch eine ganz besondere Überraschung für die Ausstellungseröffnung im Gepäck. Über einen Alphornbläser in Köln, wo Stadlmann heute lebt, ist die Freundschaft der beiden entstanden. Eine Freundschaft zwischen Handwerk und Musik, denn Stadlmann komponiert hauptsächlich für Alphörner. Am Sonntag begeisterte er die Gäste mit einem schnellen, aber präzisen Stück, das auch ihn selbst ein wenig atemlos zurückließ. "Dass in NRW solche qualitativen Alphörner hergestellt werden, ist schon etwas Besonderes", sagt Stadlmann als Experte über die Hörner von seinem Freund Hense. Was ein gutes Alphorn, ein volles Klangbild ausmacht? "Die Geometrie des Instruments und die Verarbeitung spielen da auf jeden Fall eine Rolle. Die Bauweise von Hubert Hense reicht auf jeden Fall mindestens an die der Schweizer Alphörner heran", sagt Reto Stadlmann lachend.

Seit dem Jahr 2004 hat sich Hense auf die Produktion von alpenländischen Instrumenten spezialisiert und stellt diese vollständig in Handarbeit in seiner Werkstatt her – und konnte damit auf seinen eigenen Erfahrungen als Tenorhornbläser des Musikvereins Anröchte aufbauen. Inzwischen sind die Hense-Alphörner in vielen Ländern Europas, in den USA oder Südkorea zu hören und zu sehen. Norbert Großewinkelmann ist gelernter Tischler und konzentriert sich nicht nur auf klassische Alphörner – auch australische Didgeridoos und kuriose Blasinstrumente aus Metall und herkömmlichen Kunststoffrohren gehören zu seinem Repertoire. "Wir haben also fast die gesamte Bandbreite eines Blasorchesters hier", freute sich Friederizi, "dass Kunst nicht ist, was man macht, sondern wie man es macht, ist hier eindrucksvoll dokumentiert."

Die Ausstellung kann noch bis zum 4. August zu den Öffnungszeiten des Museums (mittwochs, samstags und sonntags von jeweils 15 bis 17 Uhr) sowie nach Vereinbarung (tel. 02902/71132) besichtigt werden. Am Samstag, 27. Juli, findet um 15 Uhr außerdem ein Workshop zur "Faszination Alphorn" statt. Hier gibt es Informationen und musikalische Darbietungen rund um das Blasinstrument.

Elisa Sobkowiak
(Warsteiner Anzeiger)













 
 


 


Sonderausstellung vom 30. Juni bis 4. August


Sonntag, 30. Juni, im Pfarrgarten:
17.00 Uhr Ausstellungseröffnung

ab 16.30 Uhr musizieren die Alphorngruppen:
  - „Haarstrangalphornisten“
  - „Waliboer Alphornbläser“
  - „Waldfrevel“  


Samstag, 27. Juli, um 15 Uhr:
Workshop: Faszination Alphorn 
Informationen und musikalische Darbietungen rund um das Alphorn


Die Sonderausstellung ist zu den Museumsöffnungszeiten mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 15 – 17 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon: 02902.71132) zu besichtigen.

 


 

Unternehmen Alphornbau Hubert Hense

Anröchte, im Juni 2019

Alphornbauer Hubert Hense betreibt ein kleines Unternehmen, welches in Anröchte-Altenmellrich zu Hause ist. Hubert Hense verfügt über eine mehr als 30jährige Erfahrung in der Verarbeitung von Holz und produziert seit mehreren Jahren Naturholzblasinstrumente aus Holz.

Seit dem Jahr 2004 hat er sich auf  die Produktion von alpenländischen Instrumenten spezialisiert und stellt diese vollständig in Handarbeit in seiner Werkstatt her.

Aufgrund seiner Erfahrungen und Kenntnisse im Umgang mit Holz, ist es ihm möglich, nicht nur seine Standardinstrumente anzubieten, sondern ebenso Ihr Instrument nach Ihrem Geschmack zu entwickeln und herzustellen. Dabei zeichnen sich alle seine Instrumente durch eine hochwertige Verarbeitung und ein volles Klangbild aus.



Alphornbauer Hubert Hense:

Schon in der Grundschule zeichnete sich sein künstlerisches Interesse ab. Im Alter von 14 Jahren erlernte er das Spielen des Es-Waldhorns. Später erfolgte die Ausbildung zum Verlagskaufmann.

Mit ca. 30 Jahren widmete er sich der Holzbild-hauerei und Drechslerkunst. Über die Jahre wurden etliche profane und kirchliche Figuren geschnitzt. Beim europaweit geschätzten Holzbildhauer Otto Pickhahn bekam er wertvolle Anregungen.

1992 lernte er den Karikaturisten Jürgen Tomicek kennen und stellte mit ihm u.a. in Berlin in der NRW-Landesvertretung seine geschnitzten Karikaturen aus.

Als Tenorhornbläser des Musikvereins Anröchte legte er seine künstlerischen Interessen „Musik und kreative Gestaltung aus Holz“ auf einen Nenner und baute mit Erfolg sein erstes Alphorn. Mit 54 Jahren wagte Hubert Hense den Schritt in die Selbständigkeit, um den Alphornbau gewerblich zu betreiben. Und das mit großem Erfolg. Kann er doch heute auf den Bau von mehreren 100 Alphörnern zurückblicken. Hense-Alphörner werden nicht nur von seinen Alphornfreunden der heimischen Nachbarschaft geblasen. In allen Gegenden Deutschlands, in vielen Ländern Europas, in USA, Kanada, Japan, Südkorea und  sogar auf den Philippinen sind sie zu hören und zu sehen.

Auch nach Indonesien sowie an eine Kinderkrebsklinik nach Tel Aviv in Israel wurde je ein Alphorn geliefert.


 

Alphornbauer: Norbert Großewinkelmann

Schon als Kind wollte er in die Fußstapfen seines Vaters steigen, Musiker werden und auch den Beruf des Tischlers lernen. Ersten Trompetenunterricht erhielt er dann im Alter von 12 Jahren!

1982 begann die Ausbildung zum Tischler. Seinen Beruf als Tischler und der Musik als Hobby ist er bis heute mit großer Liebe treu geblieben!

Durch die Idee den Beruf und das Hobby zu verbinden, entstand 2002 dann das erste Alphorn. Es folgten mehrere Didgeridoos (Nationalinstrument der australischen Ureinwohner). 

Dazu kamen dann auch noch einige kuriose Blasinstrumente aus Metall und auch aus herkömmlichen Kunststoffrohren und Materialien aus dem Baumarkt.

Durch die große Liebe zur Natur entstand dieses Jahr dann ein 3,60 m langes Naturhorn in F,  aus Weide! Die Idee dabei, ein Instrument aus Holz zu bauen, ohne das ein Baum dafür gefällt werden muss, da die Äste der Weide ja eh regelmäßig geerntet werden. Es wurde dafür ein ziemlich großer Ast ausgesucht und so verwendet wie er gewachsen ist. Das Horn ist quasi so am Baum gewachsen!

Dabei war es dem Lippstädter auch wichtig, dass kein verwendetes Teil des Horns weiter als 5 km von der Werkstatt entstammt.
Also kein Alphorn, sondern ein Lippehorn!




Joseph Friederizi

 

    

 

 


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