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Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Hubert Berenbrinker begehen 40-jähriges Priesterweihe-Jubiläum

Erzbischof Hans-Josef Becker (r.) und Weihbischof Hubert Berenbrinker empfingen vor 40 Jahren das Sakrament der Priesterweihe. Ein Anlass zu Freude und Dankbarkeit. Auch ein Anlass zur Feier.
Foto: pdp


Paderborn, 11. Juni 2017.
Vor 40 Jahren, am 11. Juni 1977, empfingen Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Hubert Berenbrinker im Hohen Dom zu Paderborn das Sakrament der Priesterweihe. Am vierzigsten Jahrestag ihrer Priesterweihe dankten beide Jubilare Gott in einem feierlichen Pontifikalamt im Paderborner Dom für sein Weggeleit und baten ihn um seinen Segen. Die zahlreichen Gottesdienstbesucher nutzten im Anschluss die Gelegenheit, den beiden Jubilaren bei einem Empfang im Garten des Konrad-Martin-Hauses zu gratulieren und persönlich zu begegnen. Für die große Schar an Gratulanten war es zuvor bereits ein Erlebnis, gemeinsam mit den Bischöfen und begleitet von der Blasmusik der Buker Husaren zum Kleinen Domplatz zu marschieren, wo Grußworte von Generalvikar Alfons Hardt, Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Michael Dreier und Schützenoberst Thomas Spieker gesprochen wurden. 

Das am Sonntag gefeierte Hochfest der Heiligsten Dreifaltigkeit erinnere daran, dass es für Christen wesentlich sei, die Gnade Jesu Christi, die Liebe Gottes, des Vaters, und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes in den Blick zu nehmen und von ihr zu erzählen. Ebenso gehe es darum, Erfahrungen von Gnade, Liebe und Gemeinschaft aufzuspüren, in der Geschichte des Glaubens und der Kirche und auch im persönlichen Leben, führte Erzbischof Becker in seiner Predigt aus. An der Person des Apostels Paulus sei deutlich zu erkennen, dass die Gnade Jesu Christi das Wunder vollbringe, dass ein Mensch auf alle irdischen Stützen und Versicherungen zu verzichten lerne und seine Kraft und Stärke allein von Jesus erwarte. An Paulus werde deutlich, „was die Gnade Jesu im Leben eines Menschen vermag, wie sie inmitten der Begrenztheit und Einschränkung Kraft schenkt für Zeichen, Wunder und machtvolle Taten“.
  
Es komme darauf an, im Alltag Zeugen der Liebe Gottes zu sein, die ausstrahlen wolle, erläuterte Erzbischof Becker weiter. „Wer sich in das Kraftfeld des Heiligen Geistes hineinziehen lässt und sich auch von ihm leiten lässt, der hat Anteil an seiner Schöpferkraft und an seinem erneuernden Hauch. Wer sich ihm öffnet, erfährt etwas von seiner Dynamik und seiner Freiheit und schließlich vom Reichtum seines Segens.“ 

Zum Abschluss seiner Predigt sagte Erzbischof Becker: „Wer sich Gott öffnet, in dessen Leben ist etwas zu spüren von der erlösenden Zuwendung, von der bedingungslosen Liebe und von der tragfähigen Gemeinschaft, die die Nähe des dreifaltigen Gottes vermittelt. Wer sich Gott öffnet, der kann aus der Beziehung zu ihm Kraft und Phantasie schöpfen, der wird in die Gemeinschaft der Glaubenden, in die Kirche Jesu Christi gerufen.“  

Am Ende des feierlichen Gottesdienstes sprach Weihbischof Hubert Berenbrinker auch im Namen von Erzbischof Hans-Josef Becker Worte des Dankes. Im zweiten Hochgebet der Messe bete der Priester im Namen der ganzen Gemeinde „Gütiger Gott, wir danken dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen und dir zu dienen“. Weihbischof Berenbrinker sagte: „Diesen Satz haben Erzbischof Becker und ich auch in Bezug auf uns selbst während der 40 Jahre unseres Priesterseins immer wieder aus ganzen Herzen beten können. Unser beider Dank gilt zuallererst Gott, von dem wir uns in unseren Dienst gerufen wissen und dessen Güte wir immer wieder erfahren durften. Unser Dank gilt aber auch denen, die uns in den 40 Jahren unseres priesterlichen Dienstes wohlwollend begleitet haben.“ Ein Priester sei für die Menschen bestellt und er tue seinen Dienst im Auftrag Gottes. Doch stärke es jeden Priester, wenn er spüre, dass sein Dienst dankbar angenommen werde. „Das haben wir vielfach erfahren und auch dafür danken wir.“ 

Beide Jubilare schritten durch ein Spalier von Schützen des Paderborner Bürgerschützenvereins und angeführt von der Musik der Buker Husaren marschierten die Jubilare mit der Festgesellschaft zum Konrad-Martin-Haus.  

Generalvikar Alfons Hardt begrüßte die rund 300 Gäste im Garten des Konrad-Martin-Hauses. Hier bildeten sich lange Menschenreihen, um „ihrem“ Erzbischof und „ihrem“ Weihbischof zu gratulieren. Generalvikar Hardt sagte in seinen Begrüßungsworten, dass beide Jubilare im Gottesdienst jeweils ein Messgewandt getragen haben, das sie von ihren Heimatgemeinden bei der jeweiligen Primiz vor 40 Jahren geschenkt bekommen hatten. Landrat Manfred Müller überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Menschen aus dem Kreis Paderborn. In seinem Grußwort kennzeichnete Landrat Müller die beiden Jubilare als Priester für das Volk und Priester mit dem Volk. Er danke beiden für deren Zuwendung zu Armen, Kranken und Schwachen, dies sei zeichenhafte, im Hirtenamt gelebte christliche Botschaft. 

„Wir sind stolz, Menschen wie Sie in unserer Mitte zu haben“, sagte Paderborns Bürgermeister Michael Dreier. Die Nähe zu den Gläubigen und eine bodenständige Frömmigkeit kennzeichne beide Jubilare, so Bürgermeister Dreier. Paderborns Schützenoberst Thomas Spieker überbrachte die Glückwünsche des Paderborner Bürgerschützenvereins, in dem beide Jubilare Mitglieder seien und für die er ein kräftiges dreifaches Horrido anstimmte.  

In seiner Laudatio sagte Dompropst Monsignore Joachim Göbel: „Ihr beide mögt und schätzt Menschen und die Gemeinschaft mit ihnen.“ Es komme darauf an, die Menschenfreundlichkeit Gottes zu verkünden und zu leben, indem man den Menschen ein wirklicher Bruder und Freund sei. „Nach vierzig Priesterjahren dürfen wir uns heute wünschen, dass ihr weiter so aufmerksam und liebevoll nach uns seht. Und wir werden nach euch sehen! Versprochen!“, sagte Dompropst Monsignore Göbel zum Abschluss seiner Laudatio. 

Erzbischof Hans-Josef Becker dankte abschließend den zahlreichen Gästen für die freundliche Anteilnahme und Begleitung. Mit einem Tischgebet lud er zur Stärkung und Begegnung ein.  

Das Bistum Paderborn wurde im Jahr 799 gegründet und 1930 zum Erzbistum erhoben. Es zählt mit 14.750 Quadratkilometern Fläche und 1,55 Millionen Katholiken zu den größten Bistümern Deutschlands. Erzbischof Hans-Josef Becker ist der 66. Bischof und der vierte Erzbischof von Paderborn. Er wurde als Nachfolger des 2002 verstorbenen Erzbischofs Johannes Joachim Kardinal Degenhardt am 28. September 2003 in sein Amt eingeführt. Erzbischof Degenhardt hatte auch den beiden Jubilaren das Sakrament der Priesterweihe gespendet.  

Erzbischof Becker wurde am 8. Juni 1948 in Belecke / Warstein geboren. Rund 15 Jahre wirkte er als Pfarrer und Dechant in Lippstadt. 1995 wurde er Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. Im Jahr 2000 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Vina und Weihbischof in Paderborn. In seiner Zeit als Weihbischof war er Bischofsvikar für die Priesterfortbildung.  

Seit 2006 hat Erzbischof Hans-Josef Becker den Vorsitz der Kommission VII Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz inne.

pdp



Seine Heimatgemeinde gratuliert Erzbischof Hans-Josef Becker sehr herzlich und wünscht ihm im Gebet verbunden für seinen bischöflichen Dienst weiterhin die Gaben des Heiligen Geistes und Gottes reichen Segen.

 

 

 

 

 


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